Unser Dank für Ihr Engagement
das Team der Abteilung für Osteuropäische Geschichte bedankt sich für die zahlreichen Protestbriefe und für die Unterschriften auf unserer e-Petition. Wir haben uns sehr über viele verschiedene Formen der Unterstützung, über Ihr Interesse und über Ihren Zuspruch gefreut.
Wir sind froh, dass wir Ihnen mitteilen können, dass Ihr Einsatz sich gelohnt hat!
Die Umstrukturierungspläne, welche die Philosophische Fakultät am 1. Februar in 3. Lesung verabschiedet hat und die die Grundlage für die Beratungen mit dem Rektorat und für den ausführlichen Struktur- und Entwicklungsplan 2020 bilden werden, tasten die Abteilung für Osteuropäische Geschichte nicht in ihrer Existenz an! Zwar müssen wir, wie andere Abteilungen auch, Einsparungen hinnehmen, das Fach Osteuropäische Geschichte selbst bleibt aber weiter bestehen.
Wir sind uns der Tatsache bewusst, dass die sogenannten Kleinen Fächer in Zeiten des Bologna-Prozesses und aufgrund des wirtschaftlichen Drucks, der auf den Universitäten lastet, immer latent bedroht sind. Diese Erkenntnis wird unser Fach und diejenigen, die es mit Leidenschaft betreiben, indem sie es studieren, lehren oder erforschen, weiter begleiten. Ihre Unterstützung hat gezeigt, dass unsere wissenschaftliche Tätigkeit gesellschaftlich relevant und in lokale, überregionale und transnationale Netzwerke eingebunden ist. Wir werden auch weiterhin alles dafür tun, dass unsere Arbeit an der Abteilung für Osteuropäische Geschichte aus dem Profil der Philosophischen Fakultät der Universität Bonn nicht wegzudenken ist.
Огромное спасибо за вашу солидарность и поддержку в борьбе за спасение восточноевропейской истории в Бонне!
Мы рады сообщитъ, что наши совместные усилия принесли плоды!
Планы по изменению структуры филфака, которые были официально утверждены в 3 чтении на заседании факультета 1 февраля и составят основу обширного структурного плана переформирования университета к 2020 году, не ставят под угрозу само существование отделения восточноевропейской истории в Бонне!!!
Как и многие другие кафедры, мы, правда, будем вынуждены снести некоторые сокращения в бюджете, но предмет как таковой продолжит своё существование!
Osteuropäische Geschichte in Bonn in Gefahr!
Nach dem wohl endgültig beschlossenen Ende der Slavistik in Bonn geht es nun auch der Osteuropäischen Geschichte an den Kragen. Im Rahmen der vom Rektorat verfügten Einsparungen an der Philosophischen Fakultät wird auch an die Streichung der Osteuropäischen Geschichte gedacht.
Wir wollen Sie und Euch über diese Pläne informieren und hoffen auch eine breite Unterstützung für den Erhalt der Abteilung für Osteuropäische Geschichte an der Uni Bonn. Dazu bitten wir zum einen um Unterstützungsschreiben an den Dekan der Philosophischen Fakultät, Prof. Dr. Paul Geyer, einen Romanisten, als auch an den Rektor der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität, Prof. Dr. Jürgen Fohrmann, einen Germanisten. Zu dem sind wir dankbar für eine möglichst weite Verbreitung dieses Aufrufs!
Eastern European History in Bonn in danger!
After the expected close-down of the Institute of Slavonic Studies at the University of Bonn the chair for Eastern European History is in danger. Due to the proposed cost-cutting measures the Faculty of Philosophy considers to bring Eastern European History in Bonn to an end. Thus Europe would end at the river Oder from a Bonn University perspective.
We would like to inform you about this alarming state of affairs regarding the future of our department and that of our discipline in general, and would appreciate any kind of support very much. Please champion our cause of preservation of the Department of East European History at the University of Bonn by taking a stand against the dean of our faculty, Prof. Dr. Paul Geyer, and the president of our university, Prof. Dr. Jürgen Fohrmann and by helping us reach as great an audience as possible with our predicament.
The scrutiny for Poland, the Czech Republic, Hungry and Slovakia, the countries of former Yugoslavia, Bulgaria and Romania and of course Russia, Ukraine, Belarus and the Baltic countries would cease to take place on any level at the University of Bonn. This would not only affect the scientific concern for these countries but also the variety of historical research to be undertaken at the History Department in Bonn in total. The broad offer of courses taught at the Department could not be retained in the future.
This is a far reaching and highly alarming development, particularly as Eastern European History – so we have been told – is as much in danger at the Universities of Oldenbrug, Bielefeld, Göttingen and even Heidelberg.
Hintergrund:
Nach dem Wegfall der Slavistik und dann auch der Osteuropäischen Geschichte endet an der Bonner Philosophischen Fakultät die Beschäftigung mit Europa dann an der Oder.
Die Beschäftigung mit Polen, Tschechien, Ungarn, mit der Slowakei, den Ländern des ehemaligen Jugoslawiens, Bulgarien und Rumänien sowie mit den Nachfolgestaaten der Sowjetunion auf interdisziplinärer Ebene und dem Bezug dieser Länder zu Deutschland würde mit der Streichung der Osteuropäischen Geschichte an der Uni Bonn ersatzlos wegfallen. Darunter leidet nicht nur die Beschäftigung mit diesen Ländern selbst, sondern auch die Breite der geschichtswissenschaftlichen Forschung in Bonn an sich. Hinzu könnte das breite Lehrangebot der Bonner Geschichtswissenschaft in Zukunft nicht mehr gewährleistet werden.
Dabei handelt es sich um eine weitreichende und extrem besorgniserregende Tendenz, zumal – wie uns nun zugetragen wurde – in Oldenburg, Bielefeld, Göttingen und sogar in Heidelberg die Schließung oder Reduzierung der Osteuropäischen Geschichte ebenfalls zur Debatte steht. Die Bezeichnung des Faches darf über seine Inhalte nicht hinwegtäuschen. Auf der „Abschussliste“ steht nicht nur die Beschäftigung mit der Geschichte Osteuropas, also mit der Vergangenheit einer für Deutschland „fremden und fernen“ Region, die keinen zu interessieren mag, sondern jegliche Auseinandersetzung mit aktuellen politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklungen in den Staaten des postsowjetischen Raumes. In Zeiten offener Grenzen und einer zunehmenden Relevanz dieser Region für Deutschland bedeutet ein Ignorieren Osteuropas einen eklatanten Wissensverlust und lässt eine erneuerte Exotisierung der Region befürchten.
Wir hoffen auch auf Unterstützung seitens der Presse, die die Öffentlichkeit über das Problem der zunehmenden Vernachlässigung Osteuropas in der deutschen Wissenschaftslandschaft und an den deutschen Universitäten informieren kann. Verbreiten Sie diesen Aufruf weiter und informieren Sie Interessierte im In- und Ausland. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung.
Der Aufruftext inklusive Hintergrundinformationen steht zum Download bereit. Ferner haben wir ihn in einige Fremdsprachen übersetzt.